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Quelle: DOSB-Presse Nr. 3, 16. Januar 2018
 
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Version vom 8. Februar 2018, 11:43 Uhr

Willkommen bei der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V.

Aktuell

Sport sichern, bewahren und zeigen – Tagungsband erschienen
Strategien für die historische Perspektive des Kulturguts Sport entwickeln

"Sicherung von Sportüberlieferungen"
neue Schriftenreihe zur Archivarbeit
(Foto: Gedächtnis des Sports/DOSB)

(DOSB-Presse) Der Sport gilt als Kulturgut unserer Zeit. Daraus erwächst auch der Anspruch, sich dieses Kulturgutes immer wieder neu zu vergewissern: Was war früher? Wie ist daraus heute geworden? Wohin soll es morgen gehen? Wer so fragt, trägt die Ereignisse und Entwicklungen im Sport auf der Folie von Kontinuität und Transformation ab und ist dabei im weitesten Sinne auf Quellen angewiesen: Texte und Fotos, Statistiken und Sammlungen, Erzählungen und Sichtweisen, Berichte und Reportagen, Dokumente und Devotionalien – kurz: Es geht um all jene sichtbaren bzw. vorzeigbaren Spuren, die der Sport tagtäglich hinterlässt. Und solche Spuren hinterlässt der Sport seit nunmehr über 200 Jahren!

Damit ist grob der Rahmen angedeutet, in dem die hier vorzustellende Publikation einzuordnen ist. Es handelt sich um den Tagungsband, der jene Fachbeiträge versammelt, die als Referate bei zwei Veranstaltungen auf Einladung des Landessportbundes Hessen und weiteren Kooperationspartnern in Frankfurt stattfanden: „Sachstandsberichte und Perspektiven“ ist das Heft tituliert, das zugleich als Band 1 der neuen Reihe „Sicherung von Sportüberlieferungen“ erschienen ist, die vom Institut für Sportgeschichte der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln gemeinsam mit dem Landesverband Hessen des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare und dem Landessportbund (LSB) Hessen herausgegeben wird. Beim LSB Hessen ist der „sicherungsaktive“ Arbeitskreis „Sport und Geschichte“ unter der Leitung von Peter Schermer bereits seit über zehn Jahren etabliert. Er zeichnet auch redaktionell zusammen mit Ansgar Molzberger von der DSHS Köln und Frank Obst vom LSB Hessen für die Erstellung der 150-seitigen Broschüre verantwortlich.

Insgesamt elf Fachaufsätze sind im Band enthalten nach einem Vorwort, drei Grußworten und einer Einführung. Im Vorwort beklagt der Leiter des Instituts für Sportgeschichte der DSHS Köln, Prof. Stephan Wassong, einmal mehr den „bedauernswerten Abwärtstrend“ der Sportgeschichte als Lehr- und Forschungsgebiet an den deutschen Universitäten: „Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass Synergien mit außeruniversitären Institutionen gebildet werden, durch die gemeinsame Strategien zur Bewahrung der historischen Perspektive auf das Kulturgut Sport nicht nur besprochen, sondern auch umgesetzt werden“.

Die Fachbeiträge sind in drei thematisch geordnete Bereiche untergliedert: Es sind der Reihenfolge nach zunächst acht Erfahrungsberichte, gefolgt von zwei Exkursionsberichten, bevor unter der Überschrift „Sportarchive im digitalen Zeitalter“ eine wichtige zukunftsweisende Perspektive thematisiert wird, die längst bei vielen Vereinen und Verbänden Einzug gehalten hat – zumal dann, wenn sie im Internet auf ihrer Homepage ein eigenes „historisches Archiv“ digital installiert haben. Dr. Clemens Rehm vom Staatsarchiv Stuttgart als Autor empfiehlt daher ganz konkret den Aufbau eines Dokumentationsprofils Sport, wofür ein „Kataster der Sportüberlieferung“ zu bilden ist, das Antworten u.a. auf solche Fragen bereitstellt: Welche Unterlagen sollen künftig gesichert werden (z.B. Nachlässe von Sportlerinnen und Sportlern, Tonaufnahmen)? Wo existieren bereits Sportarchive und was kann daraus synergetisch verwandt werden? Wie lässt sich all diese geschickt digital vernetzen? Und schließlich: Wer kann all diese Arbeiten finanzieren?

Das inhaltliche Spektrum der Erfahrungsberichte handelt vom „Archiv des Fechtclubs Offenbach am Main und seine Bedeutung für die Sportgeschichte“ über „Strategie und Probleme der Literatur- und Quellenrecherche für die regionale Sportgeschichte mit Beispielen aus der Sportgeschichte Anhalts“ bis hin zum „Eintracht Frankfurt Museum in der Commerzbank-Arena“ an der Otto Fleck-Schneise in Frankfurt ganz in der Nähe des Haus des Sports, dem Sitz des Deutschen Olympischen Sportbundes. Unter der Überschrift „Angestaubt und neu erforschbar“ wird aber auch noch ein Einblick in die historischen Sammlungen an der DSHS Köln gegeben.

Im Teil, der mit dem Titel „Exkursionen“ überschrieben ist, wird das Projekt „Stadiongeschichten“ des früheren Frankfurter Stadions vorgestellt, das mit einem Lehrpfad zur Sportgeschichte an seine eigene über 90-jährige Geschichte mit insgesamt zehn Stelen erinnern soll, die wiederum die sportkulturelle Vielfalt von einst mit dem Heute kontrastiert: Das Stadion als „Volksgarten“ oder „Sport und Musik: Multifunktional – einst und heute“ bzw. „Tempel der Gesundheit: Leibesübungen in der Wintersporthalle“ lauten dazu die Überschriften.

Schließlich gewährt Ralf Wächter seinen Leserinnen und Lesern einen „Blick in das Archiv des Landesssportbundes Hessen e.V. und Antworten auf die Frage, warum Vereinsarchive gerade im organisierten Sport wichtig und nötig sind“ (Teil des Titels). Ein Fazit: Der Berichtsband macht Mut, sich mit dem Material zu beschäftigen, aus dem der Sport besteht: Das sind Daten und Fakten, das sind aber auch Erlebnisse und Erfahrungen und erst recht die Erinnerungen, die damit verbunden sind. Wer wollte nicht am Ende seine eigene Sportbiografie daran messen können. Das Buch mit seinen Beiträgen kann ein Referenztext sein, Sportgeschichte mit Vereinen und Verbänden im Fokus dokumentarisch (neu) zu denken … und beständig fortzuschreiben!

Verfasser: Prof. Detlef Kuhlmann

Ansgar Molzberger/Frank Obst/Peter Schermer (Red.): Sachstandsberichte und Perspektiven (Band 1 der Reihe: „Sicherung von Sportüberlieferungen“). Kassel 2017: Agon Sport-Verlag. 150 Seiten.

Interessierte können das Buch (ISBN 978-3-89784-982-2) per E-Mail an Ausbildung/LSB Hessen bestellen. Es kostet inklusive Versand 16,50 Euro.


Hochschulsportverband möchte Archiv vom Bundesarchiv sichern lassen

Archivberatung beim adh. V. l. n. r.: Martin Ehlers (DAGS), Annegret Neupert (Bundesarchiv), Christoph Fischer (adh) und Ulrich Schulze Forsthövel (DAGS). (Foto: adh)

(DOSB-PRESSE) Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) möchte sein umfangreiches Archiv in Zukunft vom Bundesarchiv betreuen lassen, um „diese wertvolle Sportüberlieferung fachgerecht zu bewahren, zu erschließen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“. Das Bundesarchiv biete dafür wohl die besten Voraussetzungen. Das ist das Ergebnis eines Treffens mit Vertretern des Bundesarchivs und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlern (DAGS), wie die DAGS mitteilte. Christoph Fischer, Generalsekretär des adh, sagte dazu: „Der adh würde es begrüßen, wenn unsere Verbandsüberlieferung bis zur Wiedervereinigung zu Beginn der 1990er Jahre, immerhin eine fast 200 laufende Meter umfassende Sammlung, in Zukunft vom Bundesarchiv betreut werden könnte. In zehn Jahren sollte dann die erste Ergänzungslieferung erfolgen.“ Im März 2016 hatte die DAGS den adh bei der Sicherung seiner Verbandsakten und des weiteren Archivmaterials beraten. Der adh ist nach dem Deutschen Turner-Bund und dem Deutschen Behindertensportverband die dritte DOSB-Mitgliedsorganisation, die von der DAGS bei der Archivarbeit unterstützt wird. Kürzlich wurde auch mit dem Deutschen Tischtennis-Bund eine zukünftige Zusammenarbeit vereinbart.

Der adh ist einer der ersten Sportverbände, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurden. Bei einer Versammlung von Mitgliedern aus den damaligen vier Besatzungszonen wurde er als Arbeitsgemeinschaft deutscher Hochschulsportreferenten (AdH) vom 31. März bis 2. April 1948 in Bayrischzell ins Leben gerufen. An der Gründung des DOSB-Vorgängers Deutscher Sportbund am 10. Dezember 1950 in Hannover nahm er als Gast-Delegierter teil.

Quelle: DOSB-Presse Nr. 3, 16. Januar 2018





Jahn-Gesellschaft beschließt Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre

(DOSB-PRESSE) Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V., die das Leben und Wirken des Gründers der Turnbewegung in Deutschland und seines Umfeldes erforscht, hat in ihrer Präsidiumssitzung in Freyburg (Unstrut) Weichen für ihre zukünftige Arbeit gestellt. Das Gremium traf sich nach den Wahlen im August dieses Jahres in den Räumen des Jahn-Museums zum ersten Mal in neuer Zusammensetzung und verabschiedete sowohl die zukünftigen Arbeitsschwerpunkte als auch die einzelnen Aufgaben der Präsidiumsmitglieder. Die Ergebnisse werden im nächsten „Jahn-Report“ vorgestellt. Für die Zeitschrift des Vereins soll die langfristige Planung ausgebaut werden sowie aktuelle Anforderungen in ihrer inhaltlichen Ausrichtung und redaktionellen Betreuung stärker Berücksichtigung finden. Dem „Jahn-Report“ soll ein Newsletter an die Seite gestellt werden, der Mitglieder, Sportorganisationen und die interessierte Öffentlichkeit über die Arbeit der Jahn-Gesellschaft und des Jahn-Museums informiert. Das Präsidium berief zudem einen wissenschaftlichen Beirat für die vorgesehene neue Dauerausstellung ein, die in einigen Jahren eingerichtet werden soll. Mit der geplanten Erweiterung der Ausstellungsfläche im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen, so hieß es von Seiten des Präsidiums, bestünden wesentlich bessere Voraussetzungen, Jahn, sein Wirken und seine Ausstrahlung auf das Sportvereinswesen und die heutige demokratische Gesellschaft angemessen verdeutlichen zu können.

Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Freyburg (Unstrut), wo Jahn einen großen Teil seines Lebens verbrachte und wo sich neben seinem früheren Wohnhaus noch weitere Gedenkstätten befinden. Die Gesellschaft, so heißt es auf ihrer Website, widme ihre Tätigkeit u. a. dem Ziel, Jahns „Bedeutung in Geschichte und Gegenwart zu interpretieren, sein Erbe zu bewahren und zu verbreiten. Sie will Jahn als einen bedeutenden Deutschen ebenso wie sein Werk in das Blickfeld einer breiten Öffentlichkeit rücken."

Quelle: DOSB-Presse Nr. 47, 21. November 2017


Tagungsband "200 Jahre Radsportgeschichte" erschienen!

Tagungsband Radsportgeschichte.jpg

(DOSB-Presse) Vor genau 200 Jahren wurde das Fahrrad erfunden: Der badische Forstmeister Karl Freiherr von Drais (1785 bis 1851) legte mit seinem Laufrad eine Strecke von Mannheim in Richtung Schwetzingen zurück. Sein Laufrad gilt als Vorläufer des modernen Fahrrads. Das moderne Fahrrad wiederum fand bald Eingang in den modernen Sport. Vor diesem thematischen Hintergrund fand aus Anlass des 200. Geburtstages des Fahrrads am Geburtsort Mannheim im Juni 2017 eine Tagung statt über 200 Jahre Radsportgeschichte „Von Teufelslappen, Sprinterzügen und Nachführarbeit“. Im November ist der Tagungsband mit allen Referaten sowie zusätzlich eingeworbenen Beiträgen zur Radsportgeschichte erschienen.

Der Band enthält elf Fachaufsätze. Er wird eingeleitet mit drei Grußworten von Verantwortlichen der drei Einrichtungen, die die Tagung seinerzeit veranstaltet bzw. organisiert hatten: Dr. Peter Kurz als Oberbürgermeister der gastgebenden Stadt Mannheim., Erich Hägele als 1. Vorsitzender des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg, und Dr. Clemens Rehn vom Landesarchiv Baden-Württemberg. Herausgegeben wird das Buch von Martin Ehlers, dem Geschäftsführer des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg, von Markus Friedrich, dem Leiter des Sportarchivs im Landesarchiv Baden-Württemberg und Harald Stockert, dem stellvertretenden Leiter des Stadtarchivs Mannheim.

In ihrem Geleitwort geben sie nicht nur einen Überblick über die vorliegenden Beiträge, sondern gehen auch auf die besondere Rolle Mannheims in der 200-jährigen Radsportgeschichte mit Blick auf den vereinsbezogenen Radsport ein: „Mit der wachsenden Zahl aktiver Radfahrer und Radrennfahrer wuchs im 20. Jahrhundert auch die Radsportbegeisterung in Mannheim. Es entstand eine lebhafte Radsportszene mit vielen Vereinen, Events und Zuschauern. Ein Epochenjahr war da sicherlich 1924, als mit dem RRC Endspurt der bis heute erfolgreichste Mannheim Rennsportverein gegründet wurde.

Mannheim als Radsportmetropole – da dürfen Namen erfolgreicher und (bis heute) bekannter Radsportler nicht fehlen: Den Brüdern Rudi und Willi Altig wird sogar fast ein eigener Beitrag im Band gewidmet: „Titel, Rekorde und Begeisterung. Der RRC Endspurt Mannheim“ ist der Aufsatz des Historiker Dr. Sebastian Parzer überschrieben, der auf die beiden berühmten Brüder Altig eingeht (sogar mit einem Foto im Vereinstrikot auf Seite 57), aber auch auf die großen Erfolge von Mannheimer Fahrer wie Klaus Hinschütz, Karl-Heinz Karg, Hans Mangold, Rüdiger Meindl, Hans Nawratil, Bernd Rohr u.a..

Und das alles geschah damals in der Nachkriegszeit in den 1950er und 1960er Jahren mehr oder weniger ohne „offiziellen“ (geschweige denn lizenzierten) Trainer. Aber da gab es in Mannheim einen Karl Ziegler und sein Radgeschäft. Rudi Altig wird zitiert: „Karl Ziegler war für uns junge Fahrer die große Autoritätsperson, und er war stets ansprechbar, egal um was es ging.“ Einen gern gesehenen „Kümmerer“ würde man heute vielleicht eine solche Sozialfigur nennen – abgesehen von den sportfachlichen Kompetenzen. Und von solchen Kümmerern kann es nie genug geben im Vereinssport.

Dabei versammelt der Band auch Fachbeiträge, die sich abseits des Vereinssports beispielsweise um technische Entwicklungen oder um die mediale Wahrnehmung deutscher Radsportler in der französischen Presse befassen. Der Jurist Prof. Rössner (Tübingen) arbeitet die (staatlichen) Anstrengungen für einen dopingfreien Radsports auf: „Staatliche Unterstützung für einen sauberen Radsport: Auf dem Weg zu einem Anti-Doping-Gesetz in Deutschland“ lautet der Titel dazu. Die Sportjournalistin Evi Simeoni (Frankfurter Allgemeine Zeitung) hat einen Aufsatz beigesteuert mit der (geheimnisvollen) Überschrift „Ikarus fuhr Fahrrad“, in dem sie (eindrucksvoll) den Aufstieg und Verfall der Radsportkarrieren von Jan Ullrich und Lance Armstrong nachzeichnet und verbindet: „Aus zwei Megastars wurden zwei Zerschmetterte“ wird der Beitrag vorn thesenhaft eingeleitet. Und am Ende lesen wir fast schon ein wenig resignierend: „Und es ist anzunehmen, dass weder Ullrich noch Armstrong sich bis heute in ihrem Innersten für schuldig halten. Seit den Anfängen des Radsports wird Doping intern als Mittel zum Zweck angesehen. Ein echter Radprofi, so der Kodex, gibt auf der Straße alles. Er opfert sich der Aufgabe, so wie ein Soldat das täte. Die Frage, wie weit diese Überzeugung sich heute geändert hat, ist offen. Für normale Menschen haben Armstrong und Ullrich schlicht die Regeln übertreten. Nach dem historischen Moralsystem des Radsports war ihr Verhalten normal. Ein Profi muss tun, was ein Profi tun muss. Gescheitert sind sie in – und an – der Welt da draußen. Der Wahnsinn auf zwei Rädern aber hat weiter Methode.“

Die zusätzlich eingeworbenen Beiträge beschäftigen sich u.a. mit dem Radsport im geteilten Deutschland zwischen 1950 und 1965 sowie speziell mit der osteuropäischen Friedensfahrt im Spannungsfeld von Faszination in der Bevölkerung und Inanspruchnahme als politische Propaganda.

Verfasser: Prof. Detlef Kuhlmann

Quelle: DOSB-Presse Nr. 4, 23. Januar 2018

Martin Ehlers/Markus Friedrich/Harald Stockert (Hrsg.): 200 Jahre Radsportgeschichte. Von Teufelslappen, Sprinterzügen und Nachführarbeit. Mannheim 2017. 164 Seiten; 19,80 Euro (erschienen in der Schriftenreihe des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg).

Das Buch kann über das Stadtarchiv Mannheim bezogen werden.


DAGS-Symposium 2018 zum Thema "Sport und Kunst" nimmt Konturen an

(DOSB-PRESSE) In seiner Vorstandssitzung in Hannover hat die deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e. V. (DAGS) über das Programm ihres nächsten Symposiums, das dem Thema „Kunst – Sport – Literatur“ gewidmet ist, beraten. Die Tagung findet am 18./19. Oktober 2018 im UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn statt. Gastgeber sind das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e. V. (IfSG), das 2018 auf sein 25-jähriges Bestehen blicken kann, und die Stadt Maulbronn. Die DAGS und das IfSG möchten herausstellen, dass sich die verschiedenen Kunstgattungen in Vergangenheit und Gegenwart auch – und zum Teil sehr intensiv – des Themas Sport angenommen haben und damit seine Bedeutung als Kulturgut unterstreichen.

Der DAGS-Vorstand beriet zudem die Vorschläge für den im kommenden Jahr zu vergebenden DAGS-Ehrenpreis, mit dem Personen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um den Erhalt von Sportkulturgut verdient gemacht haben. Weitere Themen waren die Pflege der Homepage, über die in Kürze alle bisherigen DAGS-Symposien abrufbar sein werden, sowie die Beteiligung an der Jahrestagung der Internationalen Vereinigung für Sportgeschichte (ISHPES), die vom 18. bis 21. Juli 2018 in Münster stattfindet. Mit diesem Kongress soll u. a. die deutsche Sportgeschichte wieder etwas stärker ins Gespräch gebracht und in die (sport-)wissenschaftliche Öffentlichkeit gerückt werden.

Quelle: DOSB-Presse Nr. 43-44, 24. Oktober 2017


Call for Papers zur Tagung "Kunst-Sport-Literatur", 18./19. Oktober 2018 in Maulbronn

Das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) mit Sitz in Maulbronn begeht im Oktober 2018 sein 25jähriges Jubiläum. Gleichzeitig kann die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) auf 15 Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Zu diesem Anlass wird das IfSG ein Symposium zum Thema "Kunst - Sport - Literatur" durchführen, das am 18./19. Oktober 2018 in den historischen Mauern des Klosters Maulbronn stattfinden soll.

Sport, in der aktuellen Auffassung die menschliche Bewegung im weitesten Sinn, angefangen von den antiken Kultspielen über die ritterlichen und bürgerlichen Leibesübungen von Mittelalter und früher Neuzeit, Turnen und Spiel seit dem 19. Jahrhundert, bis zu den vielfältigen Ausprägungen des modernen Sports, hat seit jeher Künstler angesprochen. So facettenreich wie die Ausdrucksformen des Sports ist ihre Gestaltung in der Kunst, in Malerei und Grafik, Skulptur und Plastik, Literatur und Dichtung, Musik und Lied, Foto, Film und Video.

Neben der "hohen Kunst", die bereits Einzug in Museen und Sammlungen gehalten hat, sollen weitere Bereiche in den Focus genommen werden, z. B. Gebrauchsgrafik, wie Plakate, Briefmarken oder Postkarten, Urkunden, Medaillen, Pokale oder Denkmäler, deren künstlerischer Wert vielfach nicht in Zweifel gezogen werden kann. Die Gliederung des Symposiums wird sich an den drei Bereichen Malerei, Plastik und Literatur orientieren. Darüber hinaus sollen Architektur und Gebrauchsgrafik thematisiert werden, ebenso "moderne" Gestaltungsformen, wie "streetart" oder Experimentalfilm.Im Rahmen der Tagung wird eine Ausstellung der offiziellen Plakate für die Olympischen Spiele in München 1972 von Otl Aicher gezeigt werden.

Für Vorträge und Präsentationen sind 20 Minuten reserviert, eine Diskussion findet nach jeweils drei Vorträgen statt. Die Ergebnisse sollen in einem Tagungsband festgehalten werden. Angesprochen sind Wissenschaftler, Doktoranten und Sammler aller Fachbereiche. Wir bitten um Abgabe eines Exposés von maximal 1 Seite DIN A 4, dazu kurze Angaben zum Lebenslauf. Aus den eingehenden Vorschlägen wird eine Auswahl getroffen. Vorbehaltlich der finanzellen Ausstattung können Reisekosten (Bahnfahrt II. Klasse) übernommen werden.

Zuschriften mit Arbeitstitel bitte bis Ende November einreichen an: IfSG-Geschäftsstelle


Jahn-Gesellschaft: Rückenwind für große Pläne in Freyburg

Freyburg - Mit so einem Geburtstagsgeschenk steht man gut da: Zur Feierstunde zum fünfundzwanzigjährigem Bestehen der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft überbrachte Landrat Götz Ulrich die Zusage des Kreises über 400000 Euro aus den „Lützen-Millionen“, aus denen, wenn’s gut läuft, mit Landeshilfe zum 100. Jahn-Turnen in fünf Jahren 4,4 Millionen für die Jahn-Stätten in Freyburg werden könnten. Sie sollen, in Regie der Stadt, ins Jahn-Museum, auch in den Jahn-Sportpark fließen.

Die Aussichten stehen wohl nicht schlecht. In Magdeburg ist man sich der Bedeutung des kleinen Museums in Freyburg, das hier stets etwas im Schatten der Neuenburg steht, bewusst. Auch die Jahn-Gesellschaft will die Herausforderung annehmen: „Weltweit ist das Jahn-Museum in Freyburg einzigartig. Dieses Alleinstellungsmerkmal verpflichtet“, so Präsident Josef Ulfkotte.

Noch vor wenigen Jahren hatte die Existenz des Museums auf der Kippe gestanden, als die Stadt aufgrund ihrer finanziellen Nöte dessen Unterstützung erheblich zurückfahren musste. Damals war das Land eingesprungen. „Jahn steht für Freyburg wie der Wein“, so Holger Stahlknecht, der als Innenminister auch für Sport zuständig ist, zur Feierstunde im Hof des Museums. Stahlknecht hat die Schirmherrschaft über das ins Haus stehende 100. Jahn-Turnfest übernommen. Jahn stehe zudem nicht nur für den Sport, sondern auch für ein Stück deutscher Geschichte. Insbesondere werde am Beispiel des Turnvaters auch deutlich, wie Diktaturen Personen für sich vereinnahmen. Am Beispiel Jahn könne gezeigt werden, „welche wechselvolle Geschichte wir erlebt haben und wo wir heute stehen.“

Träger des Museums im einstigen Wohnhaus des Begründers der Deutschen Turnbewegung ist die Jahn-Gesellschaft. Josef Ulfkotte, Jahrgang 1952, der in der Mitgliederversammlung am Freitag zum neuen Präsidenten gewählt wurde, ist Studiendirektor am Gymnasium Petrinum im nordrhein-westfälischen Dorsten. Forschungsschwerpunkte des promovierten Sporthistorikers sind Friedrich Ludwig Jahn und die Geschichte des Turnens.

Ulfkotte, bisher Vize, dankte seinem Vorgänger Hansgeorg Kling, dessen Verdienst es nicht zuletzt sei, die Jahn-Gesellschaft und den Burgenlandkreis zusammengeführt zu haben. „Der Burgenlandkreis unterstützt die Bemühungen der Jahn-Gesellschaft ganz massiv“, so Ulfkotte.

Das einstige Wohnhaus Jahns in der Schlossstraße in Freyburg soll mit einem Depotneubau erweitert werden, der den wertvollen Fundus aufnimmt, gegebenenfalls auch den Empfangsbereich mit einem behindertengerechten Zugang, Büros und Sanitärräume. Was wiederum ermöglichen würde, für die Ausstellung selbst ein neues Konzept umzusetzen. In seinen derzeitigen Ausmaßen bietet das Haus für eine ordnungsgemäße Lagerung des Fundus’ nicht die notwendigen Voraussetzungen. Zu dem gibt es massive statische Probleme. Die Stadt will für das Vorhaben einen Architekturwettbewerb ausschreiben.

Quelle: Gerd Stöckel/Naumburger Tageblatt


200 Jahre Radsportgeschichte – Tagung in Mannheim

Tandem des Mannheimer Velozipedclubs auf der Rennwiese in den 1920er Jahren. (Foto: Stadtarchiv Mannheim-ISG, Kleinformate Nr. 37484)

(DOSB-PRESSE) Vor genau 200 Jahren wurde das Laufrad erfunden: Der badische Forstmeister und Erfinder Karl Freiherr von Drais (1785 bis 1851) legte mit seinem damals sog. Laufrad eine Strecke auf der Allee von Mannheim in Richtung Schwetzingen bis zum Relaishaus zurück. Diese Fahrt gilt als Geburtsstunde des modernen Radfahrens bzw. der heutigen Radsports. Aus diesem Anlass veranstalten das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg (IfSG) und das Stadtarchiv Mannheim (Institut für Stadtgeschichte) eine Tagung mit dem Titel „200 Jahre Radsportgeschichte. Von Teufelslappen, Sprinterzügen und Nachführarbeit“. Die Tagung findet am Samstag, 10. Juni von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr, dem Festwochenende „Monnem Bike“, im John Deere Forum statt und wird von Prof. Ulrich Nieß vom Stadtarchiv Mannheim moderiert. Das Tagungsprogramm besteht aus insgesamt neun Vorträgen zu unterschiedlichen Themen aus der jüngeren und älteren Geschichte des nationalen und internationalen Radsports. So referiert z.B. Sportjournalistin Evi Simeoni (Frankfurter Allgemeine Zeitung) über „Ikarus fuhr Fahrrad – das Duell zwischen Jan Ullrich und Lance Armstrong“, während Dr. Thomas Kosche vom Technoseum in Mannheim zur „Technikgeschichte des (Renn-)Fahrrads“ spricht und der Heidelberger Sportpädagoge Prof. Gerhard Treutlein, Ethikpreisträger des Deutschen Olympischen Sportbundes, der aktuellen Frage nachgeht: „Radsport und Doping – Der Radsport in der Endlosschleife?“. Weitere Informationen und Anmeldemodalitäten finden sich im Internet u.a. über die Adresse: http://www.ifsg-bw.de oder per E-Mail: Stadtarchiv Mannheim.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 15-16, 11. April 2017

DAGS beschließt für 2018 ein Symposium zum Thema „Sport und Kunst“

(DOSB-PRESSE) Der Vorstand der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) hat bei seiner jüngsten Sitzung im Haus des Deutschen Sports in Frankfurt beschlossen, das nächste Symposium dem Thema „Sport – Kunst – Literatur“ zu widmen. Das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg (IfSG) wird die Tagung am 18. und 19. Oktober 2018 in der Klosteranlage Maulbronn, einem UNESCO-Weltkulturerbe, ausrichten. Die DAGS erwarte sich durch die Themensetzung, „die kulturelle Dimension des Sports einem breiteren Interessentenkreis zugänglich und vermittelbar zu machen“, heißt es in der Mit-teilung der Arbeitsgemeinschaft. Der DAGS-Vorstand sprach sich zudem dafür aus, neben den großen auch kleinere Tagungen mit „Werkstattcharakter“ durchzuführen, etwa als Tagesveranstaltungen zu speziellen nachgefragten Themengebieten. Solche Workshops sollen unter anderem Sportverbänden und Sport-institutionen auf regionaler Ebene angeboten werden – auch um die Bedeutung der Sicherung von Kulturgut im Sport zu unterstreichen und den organisierten Sport dafür zu sensibilisieren. Der Vorstand diskutierte auch über die Gestaltung und Finanzierung zukünftiger Tagungsdokumentationen und über einen Ausbau der Website, die bisher ehrenamtlich gepflegt wird. Wie bereits gemeldet (siehe DOSB-PRESSE Nr. 10/2017 Seite 11) konnte die DAGS vor kurzem die erste Archivberatung erfolgreich abschließen: Eine große Anzahl historischer Unterlagen des Deutschen Turner-Bundes wurde durch Vermittlung der DAGS inventarisiert und in das Bundesarchiv in Koblenz überführt. Informationen dazu sind unter der Bestandsnummer B 520 Deutscher Turner-Bund online über das Recherchemodul invenio des Bundesarchivs zu erhalten. Die Liste des Bestandsverzeichnisses findet sich auf der DTB-Website. Weiteren Verbänden, die um Beratung gebeten hätten, sei inzwischen ein Archivierungskonzept vorgelegt worden, erklärte die DAGS. Es solle eine sachgerechte Aufbewahrung sicherstellen und beinhalte die Empfehlung, Archivalien und andere Sachzeugen der eigenen Verbandsgeschichte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 12, 21. März 2017


Bundesarchiv Koblenz stellt historische DTB-Unterlagen zur Verfügung

(DOSB-PRESSE) Im August 2015 hat der Deutsche Turner-Bund (DTB) Aktenmaterial aus vergangenen Zeiten, das unsortiert im Keller der Deutschen Turnschule in Frankfurt verwahrt wurde, dem Bundesarchiv in Koblenz übergeben. Dort sind die Unterlagen als Bestand B 520 Deutscher Turner-Bund in die Datenbank des Bundesarchivs übernommen worden. Die Informationen stehen interessierten Benutzern online über das Recherchemodul Invenio zur Verfügung. Bevor die Unterlagen an das Bundesarchiv übergeben werden konnten, war eine intensive Sichtung erforderlich durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen in Person von Martin Ehlers und Markus Friedrich (Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg, Maulbronn) sowie Ulrich Schulze Forsthövel (DOSB). Die anschließende Kleinarbeit der Auflistung und Aufbereitung aller Aktenfunde, um diese dem Bundesarchiv übergeben zu können, leistete schließlich der Mannheimer Sporthistoriker Lothar Wieser. DTB-Vizepräsidentin Prof. Annette Hofmann koordinierte das Projekt und zeigt sich erfreut über den Abschluss. „Ich freue mich, dass wir eine lange schlummernde Aufgabe abschließen konnten und vor allem, dass wir die Unterlagen jetzt allgemein zugänglich und fachgerecht gesichert haben“, sagte sie. Großen Dank spricht sie den beteiligten Personen aus, die sich mit großem Engagement der Sache gewidmet hätten.

Die Liste des Bestandsverzeichnisses findet sich auf der DTB-Website.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 10, 07. März 2017


2017 - Veranstaltungen des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V.

Logo Sportgeschichte.tif



  • 24.7.2017: In Zusammenarbeit mit der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg, "Sport in Museen, Archiven und Ausstellungen" (Ort: Hinterzarten, Schwarzwälder Skimuseum)



Tagungsband "200 Jahre Turnen in Württemberg" erschienen

Tagungsband "200 Jahre Turnen in Württemberg" (Foto: IfSG).


Der Band dokumentiert die gleichnamige Tagung, die am 18. Mai 2016 in Calw-Hirsau stattfand. Damit wird an die Gründung des ersten Württembergischen Turnvereins erinnert, der am 18. Oktober 1816 in Hirsau gegründet wurde. Die Veranstaltung wurde von der Stadt Calw, dem Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V (IfSG) und dem Schwäbischen Turnerbund (STB) durchgeführt. Der Band (86 S., zahlr. Abb.) kostet 8€ und kann über das IfSG bezogen werden.


Der Tagungsband enthält folgende Aufsätze:


  • Prof. Dr. Michael Krüger: 200 Jahre Turnen in Württemberg: Von der Politik zum Hochleistungssport
  • Markus Friedrich: Das STB-Verbandsarchiv – Quellen für eine moderne Turngeschichte
  • Prof. Dr. Annette R. Hofmann und Prof. Dr. Gertrud Pfister: Röcke, Zöpfe und Reigen: Mädchen und Frauen erobern die Turnhallen
  • Dr. Lothar Wieser: „Der praktische Nutzen der Turnerei“ – Die Feuerlösch- und Rettungskorps der Turnvereine im deutschen Vormärz
  • Dr. Karl J. Mayer: Hirsau – Eine Schwarzwaldgemeinde mit großer Geschichte







Akten der Olympischen Gesellschaft der DDR für Bundesarchiv gesichert

(DOSB-PRESSE) Gut 30 Jahre hat in der ehemaligen DDR ab 1. Februar 1960 eine „Gesellschaft zur Förderung des Olympischen Gedankens in der DDR“ bestanden, landläufig „Olympische Gesellschaft“ (OG) genannt. Vor knapp einem Jahr hat der DOSB mit seinem Projekt „Gedächtnis des Sports“ (GdS) einen originären Aktenbestand zur Geschichte der OG von deren Beginn bis zur Auflösung in seine Obhut genommen, um ihn vor der drohenden Vernichtung zu bewahren. Jetzt sei er in das Bundesarchiv überführt worden und verkleinere am Standort Berlin-Lichterfelde die Dokumentationslücken, heißt es in einer Mitteilung von GdS.

Anfang 1991 war die OG wohl auch auf der Grundlage einer „Vereinbarung über den Zusammenschluss“ in die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG), wenn man so will, ihr westdeutsches Gegenstück, aufgegangen. Diese konnte damit ihren Wirkungsbereich und ihre Organisationsstruktur (Zweigstellen) auf das Gebiet der ehemaligen DDR ausdehnen.

Vergleichbar mit der DOG wurde die OG vor allem durch Einzelmitglieder getragen (zeitweise mehr als 6.000). Auch der Satzungszweck der auf Betreiben des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) der DDR gegründeten Gesellschaft entsprach zumindest in der Anfangszeit in etwa dem der DOG: Beschaffung von Finanzmittel zur Entsendung einer Olympiamannschaft.

Die Bedeutung der OG für die Sportbewegung in der DDR sei vielleicht nicht vergleichbar mit der der DOG für die damalige Bundesrepublik, die mit der Grundlagenerarbeitung für den „Goldenen Plan“ zum Sportstättenbaus, mit der Fair Play-Initiative oder mit „Sport verbindet“ wichtige Impulse geben konnte, heißt es in der GdS-Mitteilung. „Aber sie hat als überfachlicher Sportverband mit einer Querschnittsaufgabe einen Beitrag zur Entwicklung der Olympischen Bewegung in der DDR geleistet.“ Dadurch beziehe die Geschichte dieser Gesellschaft ein besonderes Interesse.

Beim Aktenbestand handelt sich um knapp 100 Stehsammler aus der damaligen Geschäftsstelle in Ostberlin, die vor allem Finanzunterlagen, aber auch Zeitungsausschnittsammlungen, selbst herausgegebene Drucksachen, Veröffentlichungen und Schriftverkehr mit dem Präsidenten Manfred von Brauchitsch enthalten. Mit Blick auf die teils systematische Aktenvernichtung in der DDR zur Zeit der Wiedervereinigung sei es nur sinnvoll und logisch, dass diese Sachzeugen auf Betreiben des GdS jetzt in das Bundesarchiv überführt wurden, heißt es.

Der Bestand wird der „Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR“ (SAPMO) zugeführt und die Verzeichnisnummer DDR 3- 7975/2 erhalten. Das Bundesarchiv erklärte dazu: „Es besteht hier ein sehr großes Interesse an einer Übernahme der angebotenen Unterlagen, da sie für die Erforschung der Geschichte des Sports in der DDR eine wertvolle Quelle sind. Sie würden die hiesigen bereits im Bundesarchiv in Berlin überlieferten Beständen zum Sport in der DDR, insbesondere die Überlieferung des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) der DDR, sehr gut ergänzen.“

Gemeinsam mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) bemüht sich das GdS erfolgreich um Erhaltung und Nutzbarmachung von Verbandsakten und anderem Kulturgut aus dem Sport. Aus dem Kreis der DOSB-Mitgliedsorganisationen haben inzwischen sechs Spitzenverbände ein entsprechendes Beratungsangebot angenommen. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie wichtige Zeugnisse der Verbandsgeschichte gesichert und für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 45, 8. November 2016


„Förderung sportkultureller Einrichtungen“ bleibt ein Thema für die DAGS

(DOSB-PRESSE) Die Mitglieder der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. (DAGS) waren in diesem Jahr Gast im Deutschen Segelflugmuseum mit Modellbau an der Wasserkuppe (Rhön). Nach der in der letzten Versammlung beschlossenen Satzungsänderung mit einer nunmehr vierjährigen Amtsperiode standen keine Wahlen an. Schwerpunkt der Beratungen war unter anderem der Bericht des Vorstandes zu den Gründen der kurzfristigen Absage des diesjährigen Symposiums, in dessen Rahmen die Mitgliederversammlung stattfinden sollte. Das Thema des Symposiums, die „Förderung sportkultureller Einrichtungen“, wurde als weiterhin wichtig eingestuft. Es soll deshalb bei der nächsten DAGS-Tagung, die anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) im Herbst 2018 in Maulbronn stattfinden wird, ins Programm aufgenommen werden. Das teilte die DAGS mit.

Neben der erfreulichen Werbung von drei neuen Mitgliedern konnten weitere erfolgreich durchgeführte Beratungsmaßnahmen vorgestellt werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Gemeinsam mit dem DOSB-Projekt „Gedächtnis des Sports“ (GdS) und dem IfSG habe man unter anderem die Archive des Deutschen Behindertensportverbandes e.V. (DBS) und des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh) e.V. besichtigt und Empfehlungen für die Sicherung und öffentliche Nutzung der Registraturen gegeben. Vorrangiges Ziel der Beratungen sei es, die Archive aus dem Bereich der Sportbewegung – und damit auch der DOSB-Mitgliedsorganisationen – der Nachwelt zu erhalten und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

So habe man, erklärte die DAGS, im letzten Jahr die Aufbewahrung des Aktenbestandes der Deutschen Olympischen Gesellschaft e.V. (DOG) gesichert und das Archiv der DOG in das Bundesarchiv in Koblenz aufgenommen. Zudem sei es den gemeinsamen Bemühungen von DAGS und GdS zu verdanken, dass ein originärer Aktenbestand der „Gesellschaft zur Förderung des Olympischen Gedankens in der DDR“ erhalten und in Kürze in das Bundesarchiv in Berlin überführt werde.

Es zeige sich, dass das Beratungsangebot der DAGS die Sportverbände anspreche und dazu beitrage, „wichtige Sachzeugen der eigenen Vergangenheit dem Vergessen und dem Verschwinden zu entreißen“.

Quelle: DOSB-Presse, 6, Nr. 42, 18. Oktober 2016



Altakten der DOG werden im Bundesarchiv gesichert

(DOSB-PRESSE) Die Deutsche Olympische Gesellschaft, gegründet am 5. Januar 1951 mit dem vorrangigen Ziel, die Finanzierung der deutschen Olympiamannschaft bei den ersten Spielen nach dem Zweiten Weltkrieg in Oslo und Helsinki 1952 zu sichern, verfügt über beachtliche Aktenbestände, die die Geschichte und Entwicklung dieser Mitgliedsorganisation des früheren DSB und jetzigen DOSB fast lückenlos dokumentieren. Im Zuge einer technischen Umstrukturierung stand nun eine beträchtliche Verkleinerung des bisher originär erhaltenen Bestandes zur Debatte. Mit Unterstützung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) konnte letztlich nicht nur der Verlust wertvollen Kulturgutes aus dem Sport abgewendet, sondern auch erreicht werden, dass die zum Teil einmalig vorhandenen Dokumente der wissenschaftlichen Forschung und der interessierten Öffentlichkeit erhalten bleiben: Das Bundesarchiv in Koblenz wurde dazu gewonnen, die frühen Akten der DOG in ihre Bestände aufzunehmen, um sie der Nachwelt zu sichern. Ulrich Schulze Forsthövel, Leiter des Projektes „Gedächtnis der Sports“ beim DOSB, der im Auftrag der DAGS die Vorbereitungen für die Übergabe der Akten getroffen hatte, zeigte sich erleichtert. „Mit Blick auf die großen Lücken in der Aufarbeitung der Geschichte unserer Vereine und Verbände freue ich mich, dass für die DOG diese Lösung gefunden werden konnte“, sagte er. „Natürlich wäre es zu begrüßen, wenn andere Sportorganisationen, die ihre Altakten nicht selbst aufheben wollen, mit dem Bundesarchiv oder anderen Archiven in öffentlicher Hand zu ähnlichen Regelungen kämen.“

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 23, 07. Juni 2016


Rezension von Prof. Detlef Kuhlmann: Wie der Sport (-verein) in Deutschland in Bewegung kam. Eine illustrierte Zeitreise durch Facetten der Sportentwicklung

(DOSB-PRESSE) Der älteste Sportverein der Welt feiert in diesem Jahr 200. Geburtstag. In der Hamburger Turnerschaft von 1816 (HT 1816) kamen erstmals Menschen zusammen, um sich mit Gleichgesinnten in frei gewählter Gemeinschaft turnerisch bzw. sportlich zu bewegen. HT 1816 gilt daher als die Keimzelle des Vereinswesens in Deutschland – mittlerweile ist daraus die größte organisierte Bürgerbewegung in Deutschland geworden.

200 Jahre Vereinsbewegung in Deutschland sind daher für den vielseitig arbeitenden Sportwissenschaftler Prof. Hans-Jürgen Schulke aus Hamburg jetzt ein kalendarisch passender Anlass, „Eine faszinierende Zeitreise durch den Sport“ (Untertitel des Buches) zu unternehmen und uns dabei mitzunehmen in die Zeit, „Als Vereine in Bewegung kamen“ (Titel). Dieses über 300 Seiten gleichermaßen informativ wie illustrativ aufgemachte „dicke“ Buch – so viel als Fazit schon vor-weg – sucht seinesgleichen in der zeitgenössischen Sportbuchlandschaft.

Das Buch besteht aus nicht weniger als 72(!) Kapiteln, die aber immer jeweils nur über höchstens vier Seiten gehen, eindrucksvoll bebildernd sind und deren Überschriften so einladend und teilweise sogar spannend formuliert sind, dass bereits die Lektüre des vierseitigen Inhaltsverzeichnisses als ein textästhetischer Genuss daherkommt – fünf ausgewählte Beispiele sollen das ein wenig andeuten: „Revolte auf dem Turnboden“ und „Ball vergessen, Braten illegal“, „Pferde sind nicht politisch – aber die Reiter“ und „Dankbare Herzen“ sowie „Modell für matte Motoriker“. Was sich da so alles hinter verbirgt aus 200 Jahren einer so und so bewegten Zeit – bitte selbst herausfinden!

Der Band besticht darüber hinaus durch mindestens zwei besondere Markenzeichen, die ihm Originalität verleihen: Die meisten Texte sind nämlich so verfasst, dass sie einerseits in der Hamburger „Heimat“ spielen und die Entwicklung der HT 1816 von den Anfängen bis heute dabei nicht aus den Augen verlieren. Andererseits werfen die knappen Texte immerzu Schlaglichter auf die Impulse, die sich von Hamburg aus als das „Tor der Vereinswelt“ in anderen Regionen bzw. ganz Deutschland breit gemacht haben – ganz davon abgesehen, dass immer auch das Zeitalter des Sports in die historische Zeit außerhalb des Sports eingeordnet wird. Für eilige Leser kommt das im „rechtsbündigen“ Kalendarium zum Ausdruck, das uns auf jeder Druckseite wichtige Ereignisse aus Sport und Politik nach Jahren in Erinnerung ruft – was war noch mal 1968? Richtig: In Mexiko City marschieren erstmals zwei deutsche Mannschaften getrennt, aber mit gleicher Fahne ins Stadion ein. Auch richtig: Nach dem Attentat auf Rudi Dutschke kommt es zu in Deutschland vor allem in den Uni-Städten zu heftigen Protesten.

Herausgeber Schulke hat die meisten Texte selbst verfasst. Er konnte darüber hinaus mit Bernd Lange-Beck, Werner Langmaack, Thomas Metelmann, Jürgen Reip, Paul-Gerhard Wienberg-Schaper und Helga Treeß ein sechsköpfiges Team gewinnen, das profunde Kenntnisse aus der Hamburger Sportszene mitbringt, diese aber auch mit Entwicklungen des (un-)organisierten Sports in Deutschland für die Leserschaft gewinnbringend spiegelt. Zudem hat Langmaack als „Text-Koordinator“ redaktionell dafür gesorgt, dass alles aus einem Guss kommt – egal, ob es unter der Überschrift „Neuer Quell dynamischer Vereinsentwicklung“ geht oder die Herausforderungen für Sportvereine durch Ganztagsbetreuung beschrieben wird oder Kindergärten in Vereinen als Möglichkeit zur bewegten frühkindlichen Förderung vorgestellt oder alte und neue Formate des Betriebssports unter dem Motto „Tabakkonzern fördert Langlauflungen“ skizziert werden. Auch Themen wie Olympia und Großveranstaltungen, die Fitnessszene und der Behinderten-sport etc. werden natürlich nicht ausgespart. In kurzen Zusammenfassungen nach jeweils 50 Jahren (beginnend von 1816 bis 1866 und endend von 1967 bis 2016) wird die Entwicklung des Vereinssports kompakt dargestellt. Die Autorin und die Autoren betreiben in ihren Texten aber keineswegs nur Schönfärberei mit Rücksicht auf den 200 Jahre alten Jubilar. Sie analysieren und stellen dabei manchmal durchaus kritische Fragen. „In Sportdeutschland ist eine Machtverschiebung hin zu starken Verbänden mit mehr Einfluss im Gange – leiden die kleinen Vereine oder profitieren sie?“ ist beispielsweise das Kapitel ab Seite 258 thesenartig überschrieben. Hier ist dann auch von der zunehmenden Neustrukturierung großer Verbände, dem schwindenden Einfluss ehrenamtlicher Gremien genauso die Rede wie von der vermehrten Übernahme von Dienstleistungsfunktionen und mehr gesellschaftspolitischer Verantwortung durch Sportverbände. Die (teilweise politisch erzwungene) Verbürokratisierung in Sportorganisationen, die mit Schmälerung der ursprünglichen Vereinsdemokratie einhergeht, wird dabei nicht ausgeklammert.

Dennoch ist das Resümee am Ende des Kapitels auf Seite 261 versöhnlich bis zukunftsoffen: „Noch ist nicht entscheiden, ob das Versprechen besserer Verbandsentwicklung zur Entlastung ehrenamtlich geführter Vereine das Zeug zum Erfolgsmodell hat“, schreibt Hans-Jürgen Schulke dazu. Ein weiteres Fazit zum Schluss: Alle Sportvereine in Deutschland stammen von der HT 1816 ab – nicht biologisch, aber zeithistorisch. So gesehen könnten nun alle rund 90.000 in Deutschland existierenden Sportvereine bzw. deren rund 27 Millionen Menschen mit Hilfe des Buches von Schulke und seinem Team wunderbar „Ahnenforschung“ betreiben. Mehr noch: Sie könnten sich mit der geschmeidig dargebotenen Rückschau ihrer eigenen Zukunft neu vergewissern – damit Vereine auch in den nächsten 200 Jahren schön in Bewegung bleiben! Ein bleibendes und stärkendes Geschenk ist das repräsentative Buch auf jeden Fall für alle, die im Vereinssport zu Hause sind bzw. mitarbeiten.


Hans-Jürgen Schulke (Hrsg.): Als Vereine in Bewegung kamen. Eine faszinierende Zeitreise durch den Sport. Göttingen 2016: Verlag Die Werkstatt. 320 Seiten; 34,90 Euro.


Quelle: DOSB-Presse, Nr. 17, 2016


DAGS berät Hochschulsportverband bei der Archivarbeit

Von links: Christoph Fischer (adh), Ulrich Schulze Forsthövel (DOSB) und Martin Ehlers (IfSG). (Foto: IfSG)


(DOSB-PRESSE) Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) ist der dritte Sportverband, den die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlern (DAGS) bei der zukünftigen Archivarbeit unterstützt. Zuvor hatten der Deutsche Turnerbund und der Deutsche Behindertensportverband eine Kooperation mit der DAGS vereinbart. Der adh gehört zu den ältesten Sportverbänden nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wurde als Arbeitsgemeinschaft deutscher Hochschulsportreferenten (AdH) bei einer Versammlung von Mitgliedern aus allen vier Besatzungszonen vom 31. März bis 2. April 1948 in Bayrischzell ins Leben gerufen. Als Gast-Delegierter nahm er am 10. Dezember 1950 in Hannover an der Gründung des DOSB-Vorgängers Deutscher Sportbund teil. Auf Einladung des Verbandes haben nun Martin Ehlers (Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V., IfSG) und Ulrich Schulze Forsthövel (Projekt „Gedächtnis des Sports“ des DOSB) als Vertreter der DAGS Einblick in die in fast 70 Jahren zusammengekommenen Verbandsakten genommen und sich einen Überblick verschafft. Unter den Dokumenten befand sich auch das Original des Gründungsprotokolls, das – wie damals üblich – als Wortprotokoll abgefasst ist.

Ziel der Sichtung sei es, Optionen für eine fachgerechte Aufbewahrung mit sinnvollen Nutzungsmöglichkeiten der fast 200 laufende Meter umfassenden Sammlung zu erarbeiten, erklärte die DAGS. Als erster Schritt dahin seien eine Bewertung und die Erstellung eines Findbuches eine wichtige Voraussetzung, um den Zugang zu der großen Menge an Dokumenten zu verbessern. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse werde die DAGS dem adh Vorschläge zum Umgang mit seiner Registratur unterbreiten.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 14, 2016









Sportgeschichte als älteste Sektion der dvs erfolgreich reaktiviert

(DOSB-PRESSE) Im Rahmen des 22. Hochschultages der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) wurde am 1. Oktober in Mainz die Sektion Sportgeschichte innerhalb der dvs erfolgreich reaktiviert. Seit rund drei Jahren war die Sektion, die die älteste der 1976 gegründeten Vereinigung für Sportwissenschaft ist, ohne einen nominierten bzw. aktiven Sprecherrat. Die Wiederbelebung der Sektion war nur durch die persönliche Initiative und das Engagement des Bielefelder Sportwissenschaftlers Prof. Dietrich Kurz möglich geworden, der selbst in den 1980er Jahren dvs-Präsident war und vor zwei Jahren für seine Verdienste innerhalb der Sportwissenschaft zum Ehrenmitglied der dvs ernannt wurde. Seit Herbst 2014 war Kurz intensiv aktiv und konnte so einen Verteiler mit über 120 Personen erarbeiten, die ihm gegenüber Interesse an einer aktiven Mitarbeit in der „neuen alten“ Sektion Sportgeschichte zukünftig bekundet hatten. Bei dem Treffen der potentiellen Sektionsmitglieder in Mainz wurden fünf Personen in den (zunächst kommissarisch tätigen) Sprecherrat gewählt: Prof. Sandra Günter (Universität Trondheim, ab 1. Januar 2016 Leibniz Universität Hannover), Prof. Stephan Wassong (Köln), Dr. Sandra Heck (Bochum), Marcel Reinold (Münster) und Dr. Michael Thomas (Magdeburg). Die erfolgreiche Reaktivierung der Sektion Sportgeschichte korrespondiert auch mit der zunehmenden Bedeutung der Erforschung der Geschichte des Sports innerhalb der allgemeinen Geschichtswissenschaft, aber auch innerhalb der Sportorganisationen bis hin zu sporthistorischen Vereinigungen wie z.B. die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmusen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) bzw. in sportmusealen Bereichen (z.B. Forum für Sportgeschichte als Förderverein für das Sportmuseum Berlin).

Quelle: DOSB-Presse, S.14, Nr. 41, 06. Oktober 2015


Vorstellung des Tagungsbands „Sportgeschichte mitten in Deutschland“ bei der Jubiläumsveranstaltung „25 Jahre Deutsche Einheit- 25 Jahre Einheit des Sports“ in Freyburg (Unstrut)

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Im vergangenen Herbst trafen sich rund 80 sporthistorisch Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet, der Schweiz und Tschechien in Freyburg an der Unstrut um sich beim 7. DAGS-Symposium, unter dem Motto „Sammeln-Erforschen-Zeigen: Sportgeschichte mitten in Deutschland“, auszutauschen. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte DOSB- Präsident Alfons Hörmann übernommen. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung zu „25 Jahre Deutsche Einheit- 25 Jahre Einheit des Sports“, am 8.Oktober, wird der Tagungsband nun offiziell in Freyburg vorgestellt und dem Schirmherrn übergeben werden. Der Band dokumentiert aktuelle Forschungsfelder und -themen der Sportgeschichte in Deutschland und insbesondere der mitteldeutschen Region. Die einzelnen Beiträge verdeutlichen die Themenvielfalt und Bandbreite der sporthistorischen Forschung hierzulande. Diese reicht von lokal- und regionalhistorischen Ansätzen über klassische Themen bis hin zu interdisziplinären und kulturgeschichtlichen Beiträgen. Bereits im Einführungsvortrag des renommierten Sporthistorikers Prof. Dr. Michael Krüger (Universität Münster) wird veranschaulicht, dass Sportgeschichte als integraler Bestandteil anderer Forschungsfelder heute zunehmend auch außerhalb der sportwissenschaftlichen Fakultäten und Universitäten ihren Platz findet. Mit den Beiträgen von Dr. Emanuel Hübner, Dr. Alexander Friedman und Martin Klement wird zudem deutlich, dass zur Erforschung der deutschen Sportgeschichte auch die Zusammenarbeit mit Institutionen und Kollegen außerhalb der Landesgrenzen lohnt. Der Band liefert damit Impulse zur verstärkten Kooperation zwischen Museen, Hochschulen, Archiven und Wissenschaftlern und regt zur internationalen und interdisziplinären Bearbeitung sportgeschichtlicher Fragestellungen an. Bei dem vorliegenden Titel handelt es sich um den zweiten Band der 2014 eröffneten Schriftenreihe, die im ARETE Verlag (Hildesheim) publiziert wird und vorher als „DAGS-Magazin“ erschien. „Sportgeschichte mitten in Deutschland“ – herausgegeben von Manuela Dietz, Michael Thomas und Josef Ulfkotte– ist im arete Verlag oder in jeder guten Buchhandlung erhältlich und kostet EURO 29,95 (312 Seiten mit zahleichen s/w-Abbildungen, kartoniert, ISBN 978-3-942468-63-3)


Vorankündigung 2016 - "200 Jahre Turnen in Württemberg"

Vedute des Klosters Hirsau von Gustav Heinrich Feldweg (1828).

Hirsau, im Herbst 1816: In dem kleinen, kaum 350 Seelen zählenden schwäbischen Ort, geschieht etwas Außergewöhnliches: Fünf junge Männer finden zusammen, um zu turnen. Zum Vorbild dient ihnen das gerade im Frühjahr in Lübeck erschienene Werk des Gründers der deutschen Turnbewegung, Friedrich Ludwig Jahn, „Die deutsche Turnkunst“. Es ist ihnen „Ernst um das liebe deutsche Vaterland“, wie sie ihrem Turntagebuch anvertrauen; denn die „echte Turnkunst“ stehe „im engsten Zusammenhang … mit vaterländischem Geist und Kraft“. Auch das verloren gegangene Gleichgewicht zwischen Seele und Leib wollen sie wieder herstellen. Ihr Wahlspruch lautet: „Frisch, frei, fröhlich und fromm“. Mit der Gründung beteiligt ist der Präzeptor von Leonberg, Friedrich Wilhelm Klumpp, den man später den „schwäbischen Turnvater“ nennen wird. Ist allein schon dies bemerkenswert, so erst recht die Gründung eines Vereins, mit selbst auferlegten Gesetzen, Kasse und Vorstand. Erwartet hätte man dies eher in einer Universitätsstadt. Die Hauptstadt Stuttgart wird erst ein Jahr später ihren Turnplatz haben. Die kleine Gruppe von Turnern stand damit an der Wiege der Turnerei in Württemberg. Möglich wird das Rückerinnern erst seit dem Auffinden des „Turntagebuches“ durch Siegfried Greiner aus Hirsau im Jahr 1972, durch dessen Vermächtnis es in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart aufbewahrt wird. Die Stadt Calw, der Schwäbische Turnerbund (STB) und das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) nehmen diese Vereinsgründung zum Anlass, um auf 200 Jahre Geschichte von Turnen und Sport zurückzublicken. Am 18. Mai 2016 findet im Kursaal Hirsau (Stadt Calw) die Sporthistorische Tagung "200 Jahre Turnen in Württemberg" statt. Das Tagungsprogramm können Sie dem Flyer entnehmen.




Studien zu Sport, Geschichte und Pädagogik

Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. Michael Krüger
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Der Münsteraner und frühere Tübinger Sportwissenschaftler Prof. Michael Krüger hat am 24. Juli 2015 sein 60. Lebensjahr vollendet. Aus diesem Anlass fand am 16. Juli in Münster ein Festkolloquium statt, bei dem ihm ein 350-seitiges Buch als Festschrift mit dem Titel „Sport-Geschichte- Pädagogik“ überreicht wurde. Diese Festschrift wird von seinen beiden Mitarbeitern Dr. Emanuel Hübner und Dr. Kai Reinhart im Arbeitsbereich Sportpädagogik und Sportgeschichte am Institut für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster herausgegeben und enthält insgesamt 25 Fachbeiträge von Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland.

Die Originalbeiträge sind thematisch gegliedert in folgende acht Bereiche: „Sport und Kultur“ (hier u.a. mit einem Beitrag von Hermann Bausinger), in „Turnen“ u.a. „Zur Vorgeschichte des Vereinsturnens in Berlin“ (von Josef Ulfkotte), zu verschiedenen „Sportarten“ wie z.B. Schwimmen, Fußball, Leichtathletik, sodann zum „Nationalsozialismus“ (hier u.a. zur Entwicklung des SS- und des Polizeisports im Nationalsozialismus), zu „Doping“ (mit Beiträgen von René Wiese, Marcel Reinold und Stefan Nielsen), zu „Vereine und Institutionen“ (u.a. zur Gründung des Instituts für Sportgeschichte in Baden-Württemberg), zu „Rezeption und Methodik“, wo der Spannungsbogen beispielhaft vom antiken Olympia bis zum 1. FC Kaiserlautern gespannt wird, und schließlich folgen zwei letzte Beiträge zur „Sportpädagogik“, in denen es um „Knechtschaft im Sportunterricht“ (bei Justus Kalthoff) und um den „Kinder- und Jugendsport als Partner in Bildungsnetzwerken“ (bei Prof. Nils Neuber) geht.

Ganz vorn wird nach dem Vorwort der beiden Herausgeber die Festschrift angereichert mit einer Geburtstags-Laudatio von Prof. Hans Langenfeld, Krügers akademischen Vorgänger auf dem Lehrstuhl für Sportgeschichte und Sportpädagogik in Münster, der dem Jubilar eine „beachtliche Breite“ an Themenfeldern in Lehre und Forschung bescheinigt und ihm ganz am Ende u.a. „Erfolg beim Einsatz für die Erhaltung und Fortentwicklung der Sportgeschichte sowie beim Kampf um ihre Anerkennung als gleichberechtigte Disziplin der Sportwissenschaft“ wünscht.

Das ebenfalls in der Festschrift abgedruckte Schriftenverzeichnis von Prof. Michael Krüger, der im Ehrenamt u.a. dem Kuratorium zur Verleihung des Wissenschaftspreises des Deutschen Olympischen Sportbundes angehört und mehrere Jahre Geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift Sportwissenschaft war, umfasst allein zehn Druckseiten im Buch und ist aufgeteilt mit seinen insgesamt 228 Veröffentlichungen in 13 Monografien, 16 Herausgeberschaften, 101 Aufsätze in Zeitschriften und weitere 98 Buchbeiträge.

Stellvertretend für die versammelten Festbeiträge sei hier wenigstens einer knapp skizziert, zumal der wahrhaftig im Haus des Sports beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) spielt: Ulrich Schulze Forsthövel, der Leiter des DOSB-Projekts „Gedächtnis des Sports“, stellt dieses „Gedächtnis des Sports“ mit seinen Inhalten, seiner Zielsetzung und seiner Arbeitsweise detailliert vor. Dabei referiert er eindrucksvoll „Die Bemühungen des DOSB um Erhalt und Nutzung von Sportkulturgut“ (Titel) und attestiert einerseits ein seit den 1980er Jahren gestiegenes Interesse vor allem beim Aufbau von Sportsammlungen auf regionaler Ebene sowie für die Einrichtung von (auch spartenspezifischen) Sportmuseen in Deutschland. Auf der anderen Seite versteht sich sein Beitrag auch als ein dringender Appell an die gesamte organisierte „Sportfamilie“, sich noch intensiver der archivarischen Arbeit anzunehmen und vorhandene Akten, Materialien, Dokumente etc. zu bewahren und vor Entsorgungsprozessen zu schützen, um solche Sammlungen – so schließt der Aufsatz von Schulze Forsthövel – „als Beitrag zur Stiftung der eigenen Identität begreifen“ zu können und sie damit der Nachwelt als ein bleibendes Zeugnis gelebter Sportgeschichte zugänglich zu machen. Der DOSB hat dazu mit seinem Projekt „Gedächtnis des Sports“ quasi den Weg vorgespurt und eine Projektionsfläche für alle Vereine und Verbände in Deutschland geschaffen.

Emanuel Hübner & Kai Reinhart (Hrsg.): Sport – Geschichte – Pädagogik. Festschrift zum 60. Geburtstag von Michael Krüger. Hildesheim 2015: arete Verlag. 350 Seiten; 29,95 Euro Prof. Detlef Kuhlmann

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 32, 04. August 2015

  • Inhaltsverzeichnis und Geleitwort finden Sie ⇒ hier


Archivarbeit kann der Forschung wichtige Erkenntnisse liefern

(DOSB-PRESSE) „Archivarbeit verdient unsere volle Unterstützung.“ Dieses Fazit hat Ilja Waßenhoven, Vorstandsmitglied des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen (LSB), nach der Vor-stellung des DOSB-Projektes „Gedächtnis des Sports“ (GdS) beim LSB in Duisburg gezogen. Projektleiter Ulrich Schulze Forsthövel hatte zuvor Aufgaben und Ziele sowie den fünfjährigen Werdegang des GdS erläutert. Wichtiger Aspekt sei dabei die Konzeption, die der DOSB zur Sicherung der eigenen Akten aus seiner 65-jährigen Geschichte (gemeinsam mit seinen Vorgängerorganisationen) und zur Verbindung mit der Dokumentenverwaltung der Mitarbeiter/innen im eigenen Haus entwickelt habe. Schulze Forsthövel betonte, dass Archivarbeit gerade bei einem Dach- oder Spitzenverband im Sport weit über das Signieren von Ordnern oder das Inventarisieren von Aktenbeständen hinaus-gehen sollte. Es müsse immer auch das Bewusstsein gestärkt werden, das die „Geschichte des Sports auch mit den eigenen Akten geschrieben wurde und deshalb der Forschung wichtige Einblicke und Erkenntnisse liefern könnte“. Bei vielen Sportorganisationen sei wichtige Überzeugungsarbeit zu leisten, um Interesse an den Altakten zu wecken und ihre Bedeutung für die Wissenssicherung und die Zukunft des Verbandes zu vermitteln. Der Projektleiter wies auch darauf-hin, dass die vielen Fragen, die sich bei der Aufnahme von Archivarbeit stellten, mit einer professionellen Beratung durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) beantwortet werden könnten. Der LSB arbeitet bei der Aufbewahrung und Nutzbarmachung seiner Verbandsgeschichte seit mehr als zehn Jahren eng mit dem Landesarchiv zusammen und hat eine weitreichende Abgabe-regelung seiner Akten mit der zuständigen Abteilung Rheinland getroffen. Im eigenen Haus arbeitet der Verband am Aufbau eines digitalen Archivs, das Dokumente retrospektivisch digital erzeugt und neuere, ausschließlich elektronisch vorliegende Dokumente erfasst. „Auch Nord-rhein-Westfalen ist auf dem Weg zu einem Gedächtnis des Sports“, sagte Ilja Waßenhoven.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 18/2015


Mosaiksteine aus dem Lebenswerk eines Olympiaforschers

(DOSB-PRESSE) Zu einem Symposium im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln trafen sich am 20. März frühere Weggefährten, Kollegen und Freunde von Karl Lennartz. Der Sporthistoriker und Olympiaforscher aus Sankt Augustin war im vergangenen Jahr verstorben und hätte am 19. März seinen 75. Geburtstag gefeiert. In Vorträgen widmeten sich Experten verschiedenen sporthistorischen Themengebieten und erinnerten an die Forschungsschwerpunkte und das wissenschaftliche Vermächtnis von Lennartz. Hierzu zählen insbesondere die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit, aber auch Fragen und Perspektiven der Olympischen Bewegung sowie der Marathonlauf, dem sich der passionierte Läufer Zeit seines Lebens in Theorie und Praxis ausgiebig widmete. Die Veranstaltung nahm aber auch das aktuelle Geschehen in den Blick. Einen Tag vor der außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung in der Paulskirche in Frankfurt bewerteten Referierende und Diskutanten die Chancen und Möglichkeiten eine Bewerbung Hamburgs um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024. In einem Interview mit Museumsdirektor Andreas Höfer hielt der langjährige Chefredakteur und Intendant des WDR, Fritz Pleitgen, ein Plädoyer für die Hansestadt und ihr kreatives Konzept. Die Deutsche Olympische Akademie beteiligte sich als Kooperationspartner am Symposium. Die Vorstandsmitglieder Prof. Manfred Lämmer und Prof. Holger Preuß hielten Vorträge zum Leistungsprinzip in der griechischen Antike bzw. dem Stellenwert der Olympischen Werte heutzutage. Gemeinsam mit Höfer, Volker Kluge (Herausgeber des International Journal of Olympic History) und der Witwe Ingrid Lennartz hatte Lämmer zudem das Symposium vorbereitet.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 13-15/2015


Archivarbeit: DAGS berät engere Zusammenarbeit mit DOSB

(DOSB-PRESSE) Bei ihrer Vorstandssitzung in den Räumen des Sportmuseums Berlin hat die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. (DAGS) wichtige Weichen für ihre zukünftige Arbeit gestellt. So wurden gemeinsam mit Gudrun Doll-Tepper, Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung des DOSB, Möglichkeiten ausgelotet, die Dienstleistungsfunktion des Dachverbandes des deutschen Sports bei der Bewahrung und Nutzbarmachung von Sportkulturgut durch die Arbeit der DAGS auszubauen.

Beispielsweise, so heißt es in einer Mitteilung der DAGS, könnte der DOSB die DAGS als kompetente Ansprechpartnerin zu Fragen der Archivarbeit und der Auswertung von Archivalien intensiver kommunizieren und ihr Beratungsangebot an die Sportfamilie stärker verankern. Gudrun Doll-Tepper sagte dem DAGS-Vorstand ihre Unterstützung zu.

Das nächste Symposium der DAGS wird im Herbst des kommenden Jahres im Deutschen Segelflugmuseum mit Modellbau auf der Wasserkuppe / Rhön stattfinden und unter dem Thema „Förderung und Sponsoring sporthistorischer Einrichtungen“ stehen. Anlässlich des Symposiums wird auch die Mitgliederversammlung durchgeführt. Die Tagung knüpft an eine Reihe erfolgreicher Veranstaltungen an, die die DAGS seit ihrer Gründung im Jahr 2003 abgehalten hat. Sie wendet sich dabei mit einer breiten Vortragspalette an ihre Mitglieder und Funktionsträger aus den Sportverbänden sowie an Vertreterinnen und Vertreter von Museen, Archiven, Sammlungen und der Geschichte, vor allem, aber nicht nur aus dem Sport.

Nachdem mit der Publikation „Sportgeschichte vernetzt“ das Symposium im Jahr 2013 in Maulbronn inhaltlich und wirtschaftlich erfolgreich abgeschlossen werden konnte, zeichne sich ab, dass auch von der letztjährigen Tagung im Jahn-Museum in Freyburg/Unstrut eine gehaltvolle Dokumentation entstehen werde, heißt es. Die DAGS werde dafür die Zusammenarbeit mit dem arete Verlag fortsetzen. Der Tagungsband 2013 wurde im letzten Herbst gemeinsam mit den Autoren und dem Verleger im Haus des DOSB vorgestellt. Der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper, damals Generaldirektor, hatte bei seiner Begrüßung auf die Notwendigkeit hingewiesen, „die Geschichte und die Geschichten des deutschen Sports zu erhalten und für spätere Generationen zugänglich zu machen. Wir können es uns zudem nicht erlauben, für die Vorbereitung wichtiger Entscheidungen nicht auf alle relevanten Informationen zugreifen zu können, weil entsprechende Akten nicht mehr vorhanden sind.“

Weitere Themen der Vorstandssitzung in Berlin waren der Ausbau des Internetauftritts und die Fortführung einer Zusammenstellung der sporthistorischen Einrichtungen auf dem Gebiet der Museen, Archive und Sammlungen, ein Projekt, das der 2014 verstorbene Sporthistoriker Karl Lennartz, ehemals Vorsitzender und Ehrenvorsitzender der DAGS, auf den Weg gebracht hatte.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 12, 17. März 2015


DAGS berät nun auch Deutschen Behindertensportverband in Archivfragen

Von links: Markus Friedrich (IfSG), Martin Ehlers (IfSG/DAGS), Friedhelm Julius Beucher (Präsident DBS) und Ulrich Schulze Forsthövel (DOSB/DAGS).
(Foto: IfSG)

(DOSB-PRESSE) Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. (DAGS) berät nun auch den Deutschen Behindertensportverband in Archivfragen. Auf Initiative von DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher haben Martin Ehlers, Markus Friedrich, beide vom Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg, und Ulrich Schulze Forsthövel, Leiter des Projektes „Gedächtnis des Sports“ beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), als Vertreter der DAGS die Verbandsakten und Archivalien des weltweit größten Behindertensportverbandes gesichtet.

Nach fast 64 Jahren umfasst der Bestand der 1951 in Bad Godesberg als „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Versehrtensport“ gegründeten Organisation, gleichzeitig Nationales Paralympisches Komitee (NPC) für Deutschland, in der Geschäftsstelle des DBS im Haus der Gold-Kraemer-Stiftung in Frechen bei Köln inzwischen über 100 laufende Meter.

Die Unterlagen und andere Sachzeugen wie Filme und Bilder sind gut erhalten. Allerdings, so stellten die Experten fest, bestehen Lücken in der Überlieferung gerade zu den ersten Jahrzehnten der Verbandsgeschichte, die nach Aussage des DBS unter anderem den mehrfachen Umzügen der Verwaltung von Düsseldorf über Duisburg nach Frechen geschuldet seien. Als alleinige Quelle für eine vollständige Rekonstruktion und Darstellung der frühen Verbandsarbeit dürften die vorhandenen Dokumente schon nicht mehr ausreichen, so die erste Erkenntnis. Die DAGS wird dem DBS in Kürze Empfehlungen unterbreiten, welche Schritte der Verband aus ihrer Sicht unternehmen sollte.

Zuvor hatte Präsident Beucher die Vorstellungen des DBS zu Aufbau und Funktion eines eigenen Archivs erläutert und dabei auch auf die positive Wirkung hingewiesen, die seiner Meinung nach dadurch für die öffentliche Wahrnehmung des DBS entfaltet werden könnte. Er begrüßte es in diesem Zusammenhang, dass sich die DAGS, beginnend mit der Archivberatung beim Deutschen Turnerbund (DTB), nunmehr aktiv in die Sicherung und Nutzbarmachung von Verbandsarchivalien einbringe und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Sportkulturgut leiste.

Quelle: DOSB-Presse, Nr. 10, 03. März 2015, S. 10


Die DAGS hilft Sportorganisationen bei der Archivierung

Kulturgut in Kartons.
(Foto: IfSG)
Ortstermin beim Deutschen Turner-Bund im Oktober 2014.
Von links: Wilhelm Pappert (DTB),
Ulrich Schulze Forsthövel (DOSB/DAGS), Annegret Neupert (Bundesarchiv)
und Martin Ehlers (IfSG/DAGS).
(Foto: IfSG)
Fotodokumente aus der Vorkriegszeit sind nur ein Beispiel aus den umfangreichen Beständen des Deutschen Turner-Bundes. (Foto: IfSG)

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. (DAGS) berät kostenlos bundesweit tätige Sportorganisationen bei der Archivierung ihrer Unterlagen und hilft bei der Vermittlung ihrer Aktenbestände an öffentliche Archive.Bei der Verwahrung der Bestände in öffentlichen Archiven liegen die Vorteile darin, dass sie für die Nutzung erschlossen und unter den konservatorisch notwendigen Bedingungen dauerhaft verwahrt werden. Darüber hinaus wird bei der Nutzung der korrekte rechtliche Umgang durch Fachpersonal gewährleistet, d. h. Datenschutz und Urheberrecht werden eingehalten.
Sollte sich eine Organisation zwar für die Archivierung ihrer Unterlagen entscheiden, aber diese nicht an ein öffentliches Archiv abgegeben wollen, sind die DAGS-Vertreter ebenso bereit, sich hier beratend einzubringen.
Der DAGS ist es ein großes Anliegen, die facettenreiche Geschichte des Sports in Dokumenten, Bildern und Objekten zu sichern sowie für Wissenschaft und Öffentlichkeit nutzbar zu machen.


Beratung des Deutschen Turner-Bundes

Aufgrund der besonderen historischen Bedeutung nahm die DAGS Kontakt mit dem bereits 1848 gegründeten Deutschen Turner-Bund (DTB) in Frankfurt/Main auf, um das dort vorliegende historische Schriftgut sowie die Bilddokumente zu bewerten. Ulrich Schulze Forsthövel vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie Martin Ehlers und Markus Friedrich vom Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg nahmen Ende April 2014 im Auftrag der DAGS gemeinsam mit Dieter Donnermeyer und Wilhelm Pappert vom DTB eine erste Sichtung vor. Eine Bewertung des Archivguts ergab, dass ein entsprechendes Projekt weder finanziell noch personell allein vom Turner-Bund aus durchführbar wäre. Deshalb nahmen die DAGS-Vertreter mit dem Bundesarchiv in Koblenz Kontakt auf und stellten das Projekt dort vor. Mit Annegret Neupert vom Bundesarchiv konnten nach einer weiteren Sichtung der Bestände nun entscheidende Schritte gegangen werden. Die als archivwürdig eingestuften Unterlagen und Bilddokumente werden vom Bundesarchiv grundsätzlich übernommen.
Martin Ehlers stellte sowohl im Rahmen des Treffens der Kulturbeauftragten und Interessierten der Landesturnverbände im DTB am 30. Juli 2014 als auch bei der letzten DAGS-Mitgliederversammlung das Archivierungskonzept vor.
Von Anfang an unterstütze das Präsidium des Turner-Bundes die Vorschläge der DAGS-Vertreter und stellte dafür die notwendigen finanziellen Mittel in Aussicht. Um dieses umfangreiche Verbandsmaterial, das wider Erwarten bis in die Vorkriegszeit und sogar in Einzelfällen darüber hinaus zurückreicht, für die weitere Erschließung in seinem Umfang zu erfassen, wird nun der Sporthistoriker und Turnexperte Dr. Lothar Wieser aus Mannheim tätig werden. Im Laufe der nächsten Monate wird er eine sogenannte Ablieferungsliste erarbeiten, in der die Inhalte der verschiedenen Akten skizziert und deren Laufzeit erfasst werden. Darauf aufbauend wird die zeitlich umfassendere, nach archivwissenschaftlichen Gesichtspunkten stattfindende Erschließung im Bundesarchiv folgen. Archivisch sollen die Unterlagen bis zum Jahr 1995 erschlossen werden, damit die Deutsche Wiedervereineinigung von 1990 und die beim DTB damals neu hinzugekommenen Landesverbände hinreichend berücksichtigt werden können.


Unterstützung durch den DOSB mit seinem „Gedächtnis des Sports“

Im Oktober 2014 wies der damalige Generaldirektor und jetzige Vorstandsvorsitzende des DOSB, Dr. Michael Vesper, die fast 100 DOSB-Mitgliedsorganisationen auf die Bedeutung hin, „die Geschichte und die Geschichten des deutschen Sports zu erhalten und für spätere Generationen zugänglich zu machen. Wir können es uns (…) nicht erlauben, bei der Vorbereitung wichtiger Entscheidungen nicht auf alle relevanten Informationen zugreifen zu können, weil entsprechende Akten nicht mehr vorhanden sind.“ Er bedauerte in diesem Zusammenhang „die fehlende Wertschätzung vieler Sportorganisationen für ihre eigene Vergangenheit.“
Für den DOSB waren Erkenntnisse dieser Art im Jahre 2010 Grundlage dafür, das Projekt „Gedächtnis des Sports“ (GdS) ins Leben zu rufen. Der Auftrag war und ist die Sichtung, Bewertung, Bewahrung und Nutzbarmachung wichtiger Zeugnisse des Verbandes und seiner Vorgänger seit Kriegsende sowie die Schaffung geeigneter Strukturen einer digitalen Sicherung und Aufbereitung wichtiger verbandshistorischer Dokumente. Ziel ist es, diese Sachzeugen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und später auch für die Mitgliedsorganisationen und für Forschungszwecke zugänglich zu machen.
Der DOSB nimmt mit seinem Projekt aber auch seine Sportfamilie in den Blick. Vesper: „Wir wollen ein Signal an unsere Mitglieder aussenden, die eigenen Akten nicht in Kellern verstauben zu lassen oder – noch schlimmer – zu vernichten, sondern sich ihnen aktiv zuzuwenden und den Schatz zu heben, den sie bergen.“
Auf der Basis und mit den Erfahrungen des GdS möchte der DOSB gemeinsam mit der DAGS Initiativen der Verbände fördern, ihre eigenen Sachzeugen zu sichern und zu sichten bzw. systematisch aufzubereiten. Vesper dazu: „Ich würde mir wünschen, dass die Mitgliedsorganisationen des DOSB regen Gebrauch von diesem Angebot machen.“

Kontakt

Für eine erste Beratung stehen als Vertreter der DAGS gerne zur Verfügung:

  • Martin Ehlers (IfSG: Tel. 07043 103-16 / ehlers@maulbronn.de)
  • Markus Friedrich (IfSG: Tel. 07043 103-55 / ifsg-friedrich@maulbronn.de)
  • Ulrich Schulze Forsthövel (Tel. 069 6700-280 / schulze@dosb.de)


DAGS und Jahn-Gesellschaft: Erfolgreiches Sportgeschichte-Symposium in Freyburg/Unstrut

Auf unerwartet starkes Interesse stieß das große Sportgeschichte-Symposium, das die DAGS, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V., in Zusammenarbeit mit der in Freyburg ansässigen Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft e.V. am vergangenen Wochenende veranstaltete. 85 Interessierte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum versammelten sich für drei Tage in der Jahn-Stadt. Die Freyburger Tagung stand unter dem Thema „Sportgeschichte mitten in Deutschland – Sammeln - Erforschen - Zeigen“. DOSB-Präsident Alfons-Hörmann unterstützte das Symposium durch seine Schirmherrschaft. Den Einführungsvortrag hielt der Sportpädagoge und Sporthistoriker Prof. Dr. Michael Krüger (Münster). Die Palette der insgesamt 24 Fachvorträge, mit denen sich die versammelten Sporthistoriker, Archivare, Museologen, Sammler und Sportjournalisten auseinandersetzten, reichte vom Kulturgut Sportsprache über Rituale und Symbole in Turnen und Sport bis zur regionalen Geschichtsschreibung (Schwerpunkt Mitteldeutschland) sowie den derzeitigen Trends und neuen Erkenntnissen der Forschung. So beschäftigte sich Dr. Michael Thomas (Magdeburg) mit den Grundlinien der Anhaltinischen Sportgeschichte seit 1774, Dr. Gerd Falkner (Planegg) mit dem Harz als der Wiege des deutschen Skilaufs, Dr. Harald Lönnecker (Koblenz) referierte über die Turnfeste in Mitteldeutschland, Peter Schermer (Frankfurt/Main) über regionale Netzwerke der Sportgeschichte, Gerd Steins (Berlin) über 175 Jahre Jahn-Haus in Freyburg (Vom Privathaus zum Jahn-Museum), Dr. Henry Wahlig (Hannover) über die Geschichte des jüdischen Fußballs in Mitteldeutschland in den 20er und 30er Jahren und Dr. Jörg Lölke (Jena) über die Quellenlage im Archiv des Landessportbundes Thüringen. Im Eröffnungsteil würdigte Holger Stahlknecht, Minister für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, ebenso wie Andreas Silbersack, der Präsident des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, die Arbeit der DAGS zur Förderung der Erinnerungskultur und der Jahn-Gesellschaft und sicherte zu, alles für den Erhalt des Jahn-Museums in Freyburg zu tun. Das einzige Sportmuseum des Landes war wie die reizvolle Stadt an der Unstrut im Rahmenprogramm das Ziel eingehender Besichtigung. Die Mitgliederversammlung vor der Tagung bestätigte einstimmig den bisherigen Vorsitzenden Stefan Grus (Deutscher Schützenbund) und die bisherigen Vorstandsmitglieder für weitere zwei Jahre in ihrem Amt. Die beschlossene Satzungsänderung sieht demnächst eine vierjährige Wahlperiode und eine Erweiterung des Beirates auf bis zu zehn Personen aus den verschiedenen Fachbereichen vor. Martin Ehlers (Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V.) stellte den Mitgliedern das Beratungskonzept vor, mit dem die DAGS dem Deutschen Turner-Bund bei seiner Archivarbeit unterstützt. Das nächste Sportgeschichte-Symposium soll 2016 auf der Wasserkuppe (Rhön) im dortigen Segelflug-Museum stattfinden.

Einige Pressestimmen:


Der Deutschlandfunk berichtete über das zurückliegende DAGS-Symposium in Freyburg

Den vollständigen Beitrag können Sie hier online lesen und nachhören.


Vorstellung des Tagungsbands „Sportgeschichte vernetzt“ beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Neu-Isenburg

Von links: IfSG-Vorsitzender Erich Hägele, Präsident des Deutschen Turner-Bundes Rainer Brechtken, Generalsekretär des DOSB Dr. Michael Vesper, IfSG-Geschäftsführer und DAGS-Vorstandsmitglied Martin Ehlers, Christian Becker vom ARETE Verlag Hildesheim. (Foto: Manfred Arnold, IPA Vaihingen/Enz)

Im vergangenen Herbst fand anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) und des 10-jährigen Bestehens der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. (DAGS) im Kloster Maulbronn ein zweitägiges Symposium mit dem Titel „Sportgeschichte vernetzt“ statt. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte zunächst Dr. Thomas Bach übernommen, diese übertrug er nach seiner Wahl zum IOC-Präsidenten an seinen Nachfolger. Die einzelnen Beiträge des Symposiums und der Festvortrag des renommierten Literaturwissenschaftlers Dr. Thomas Schmidt (Deutsches Literaturarchiv Marbach), der die spannungsreiche Beziehung der „feindlichen Geschwister“ Literatur und Sport thematisiert, konnten in einem Tagungsband zusammengefasst werden. Am 17. September 2014 hatte der Generalsekretär des DOSB Dr. Michael Vesper in der derzeitigen DOSB-Geschäftsstelle in Neu-Isenburg zu einer Vorstellung des Tagungsbandes eingeladen. Zu den Teilnehmern gehörte der Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB) Rainer Brechtken, der auch Tagungsreferent in Maulbronn war. Derzeit setzen sich gemeinsam die DAGS, das IfSG sowie das Bundesarchiv in Koblenz dafür ein, dass aus den Beständen des DTB ein umfassendes Archiv angelegt wird. Auf diese Weise werden die beim Symposium angestrebten Ziele in die Arbeitspraxis umgesetzt. Schon bei der vorbereitenden Sitzung des Symposiums beim DOSB signalisierte Generalsekretär Dr. Vesper seine Unterstützung, um „die Geschichte und Geschichten des deutschen Sports zu erhalten und für spätere Generationen zugänglich zu machen“. Als Mit-Herausgeber des Tagungsbands stellte IfSG-Geschäftsführer Martin Ehlers die Inhalte und Ziele des Tagungsbands vor, in dem die aktuellen Initiativen eines zeitgemäßen Umgangs mit dem kulturellen Erbe des Sports dokumentiert werden. Die einzelnen Beiträge zeigen Wege auf, wie Sportarchive und Sammlungen in unterschiedlicher Trägerschaft gepflegt werden, wie sporthistorische Archive und Museen als Gedächtnisspeicher dienen sowie Sportgeschichte miteinander vernetzt werden kann. Die Aufsätze liefern wichtige Impulse zur stärkeren Kooperation zwischen Sportarchiven, -museen und -sammlungen sowohl für bestehende Geschichtseinrichtungen als auch den gesamten organisierten Sport. Bei dem vorliegenden Titel handelt es sich um den ersten Band einer neuer Schriftenreihe, die gemeinsam mit Christian Becker im ARETE Verlag in Hildesheim eröffnet wird und bisher als „DAGS-Magazin“ erschienen ist. „Sportgeschichte vernetzt“ – herausgegeben von Martin Ehlers, Markus Friedrich und Stefan Grus – ist im ARETE Verlag Hildesheim (www.arete-verlag.de) oder in jeder guten Buchhandlung erhältlich und kostet EURO 16,95 (168 Seiten mit zahleichen s/w-Abbildungen, kartoniert, ISBN 978-3-942468-25-1)

Eine Rezension von Detlef Kuhlmann in der "DOSB-Presse" finden Sie ⇒ hier


Neuerscheinung im September 2014

Tagungsband Sportgeschichte vernetzt - Umschlag.pdf

Mitte September erscheint die Tagungsdokumentation "Sportgeschichte vernetzt", die die Vorträge des gleichnamigen Jubiläumssymposiums vom 24./25. Oktober 2013 umfasst. Der Band wird im Auftrag der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V. (DAGS) und des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) herausgegeben. Der Band erscheint im Arete Verlag. Die in den Beiträgen genannten Internetseiten sind hier abrufbar.


Kommendes DAGS-Symposium am 9.-11. Oktober 2014 in Freyburg/Unstrut

Datei:DAGS Programm Front.jpg
DAGS Programm Front.jpg
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